Mittwoch, 2. Juni 2010

June 1st

Der erste Tag der Raubfischsaison sah den Verfasser motiviert, ab der ersten erlaubten Minute (03.56 Uhr) den Kunstköder ins Hauswasserl 1 zu halten.

3 kurze Stunden Schlaf sorgten jedoch für Verspätung und so war Kollege Gädda schon 45 Minuten zugangen, als ich eintraf - das hatte für zwei kleine Zander (auf Spinnerbait ...) und einen fetten Barsch gereicht - für die Rauber hat er eben ein Handerl ... (wie er einen Tag später bei abendlichem Ansitz mit einem 73er und einem 93er Hecht auf Köfi bewies).

Die nächsten 2 Stunden kämpften wir uns durch ufernahes Unterholz, produzierten Hänger, tranken Kaffee, wechselten Köder, doch nichts ging mehr.

Magnus musste ins Büro und der Verfasser wechselte zum (weil Unterwasserhindernishölle) kaum befischten Revierbereich - welcher auch gleich einen Spinnerbait kostete, jedoch zumindest einen 52er Hecht auf zaltähnlichen Kleinwobbler brachte.

Alles in allem hielt das Wetter, wir haben gefangen und uns bewegt - war auch an der Zeit, nach Monaten des Zwangsansitzes.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Nice Day

Letzten Donnerstag wurde ab Mittag im Schlauch angesessen, an sich ein heisses Sommerplätzchen (Seerosenfeld).
In weiser Voraussicht mit Schirmzelt und als Kollege Magnus eintraf, stand die Klause - kurz bevor der große Regen einsetzte ... dann ein kurzer Gruß ans Gegenufer, wo Kollege Sludge eben einen feisten Gelben drillte und ansonsten das Mobiltelefon maltretierte.
Bis dahin hatte sich nichts getan, innerhalb der nächsten 4 Stunden wurden jedoch insgesamt 9 Gelbe gelandet - kein einziger auf die Pelletrute, alle an der Doppeltigernussrute - auch ein kleiner Hinweis.
Magnus "Wurmking" Gäddasson schlug mit Lebendköder zu.
Nebenbei wäre zu erwähnen, daß der Verfasser den Karpfensack nicht gänzlich schloss, was diversen Gelben eine Flucht ermöglichte - es sei ihnen vergönnt ...

Montag, 10. Mai 2010

Lake Insane

Zurück vom Irrsee, vorweg - alle Fische haben überlebt (bis auf einen tiefschluckenden Saibling) bzw. ihr Element nicht verlassen.

Donnerstag der Afterworkaufbruch, die Besorgung der Lizenzen am Freitag brauchte 3 Versuche, bis eine besetzte Ausgabestelle gefunden wurde, ab dann lief aber alles reibungslos.

Nach dem Frühstück (da es kühl und regnerisch war, wurde der Frühmorgenwaid wenig Bedeutung beigemessen) ein wenig geschleppt, vorwiegend jedoch die schilfigen Ufer mit Spinnruten abgesucht und zwischendurch im Tiefen Hegenen gezupft - in Ermangelung der passenden Stecken mit Winkelpickern.
Abends noch zwei Stunden Ansitz mit Tauwürmern - welche zwar vereinzelt Bisse, Zupfer und Anschläge, jedoch keine Drills brachten.
Ganz allgemein wurde am See kaum gefangen, was uns etwas beruhigte.

Highs:
der Trip an sich, die reibungslose Kameradschaft, die Landschaft, wieder einmal auf einem Boot zu sein, kaum Köderverluste, die Unterkunft, Speis und Trank, das kollegiale Verhalten der einheimischen Fischer.

Lows:
1 Schleppköder versenkt und dabei eine Multirolle erledigt, zu viel geraucht, zu wenig getrunken.

Fazit für kommende Trips:
schon vor dem Frühstück zwei Stunden fischen, Köfi´s mitnehmen, drei Wochen später hinfahren, die Gastpapiere vor der ersten Kontrolle vollständig ausfüllen ...

Bild oben: ein überlebender Schleppköder
Bild unten: unser Boot nach einer Attacke aufgebrachter Renken

Dienstag, 4. Mai 2010

Off Topic - But Down South

Meine halbe Familie lebt über die Vereinigten Staaten von Amerika verteilt, heiratet unkontrolliert und vermehrt sich noch unkontrollierter.
Ich habe mich aus offensichtlichen Gründen immer strikt geweigert, dieses Land zu besuchen - aber nun lebt ein Teil dieser Familie im tiefsten Süden und das sollte ich mir vielleicht nicht entgehen lassen.

Ich werde die Staatsgrenze von Mississippi überqueren und mit einem Schlag sonnenschirmschwingende Frauen in bauschigen Kleidern, schnauzbärtige Offiziere in grauen Uniformen und fröhlich singende afroamerikanische Mitbürger in Baumwollfeldern sehen.

Oder doch - realistischer - Straßen teerende Häftlingskolonnen, auf Wiesen brennende Kreuze, alte Männer in Latzhosen und Baseballmützen in Schaukelstühlen und Spanisches Moos, von jedem Baum hängend.

Und übergewichtige Polizisten mit Spiegelbrillen und Schrotflinten, die mir bei der geringsten und dann sowieso falschen Bewegung Tabaksaft ins Gesicht speien. Oder Schlimmeres.

Ich hoffe die Anglerei wird gut.

Montag, 3. Mai 2010

On Tour

Etwas angespeist von fischereilicher Vereinsmeierei, kombiniert mit unerwarteten beruflichen Inanspruchnahmen, mied der Autor das Hauswasserl 1 für zwei Wochen - und das wird auch so bleiben, denn diese Woche gehts mit Kumpanen Magnus Gäddasson und Karl Spitzmaus für 3 Tage an den Irrsee.

Flachläufer, Tiefläufer, Schleppruten, Winkelpicker, Single Malt und Pfeifensortiment sind gepackt - Schleien, Welse, Maränen und die Hechte, vom Boote aus, sollen es werden - Bericht folgt.

Donnerstag, 15. April 2010

Musical Interlude

Wetterbedingte Angelpausen bringen mich meist auf dumme Gedanken, dumme Worte und Werke folgen - launig/sinnlose Rutenkäufe, ausufernde Frühschoppen bei der Vereinshütte (düster auf den Regen starrend) und sinnlose Grübeleien zu Montagen und Köder. Es wäre auch an der Zeit, sich von ein paar Ruten zu trennen - aber das hat, wie immer, keine Eile ...
Anbei der simpel gehaltene Frühjahrsklassiker am Lobaugewässer - Pellet am Geschirrschwammerlrig - beliebig zu "dippen" (eitauchn ?) - ich nehme alles zwischen Maggi und den olfaktorisch interessanten Monstercrabvarianten.

Donnerstag, 1. April 2010

Real Start Of Season


Der Bann ist gebrochen, die Pferde sind gezäumt, das Kriegsbeil ist begraben, der Mond steht über der Rahnock und was weiß ich noch alles - jedenfalls habe ich die märzliche Pechsträhne (Montageverluste am Leichtgerät, Rutenbruch im Rahmen eines Wutanfalls, abgegangene Fische, verpennte Bisse) hinter mir gelassen und konnte gestern Abend den ersten (äusserst sensibel beissenden) kleinen Gelben ans Ufer bringen. Nach einem schnellen Bild entschwamm er fröhlich - der Erste in jedem Jahr
wird traditionell entlassen.

Nach einem unerwarteten Anfall von Flexibilität hatte ich zur Kenntnis genommen, daß heuer eben nicht läuft, was voriges Jahr zur gleichen Zeit sehr gut lief (Einzeltigernuss, Hartmaiskörner - sogar am stiffen Rig) und baute um auf feinste Vorfächer und Minipellets am verstellbaren Haar.

Und nachdem ich kaum füttere und keine Lebendköder verwende, kommts vor allem auf die Platzwahl an - eben wann die Fische wo stehen bzw. ziehen, was für mich einen guten Teil der Faszination eines Gewässers ausmacht.

Alles ist gut.