
Der Bann ist gebrochen, die Pferde sind gezäumt, das Kriegsbeil ist begraben, der Mond steht über der Rahnock und was weiß ich noch alles - jedenfalls habe ich die märzliche Pechsträhne (Montageverluste am Leichtgerät, Rutenbruch im Rahmen eines Wutanfalls, abgegangene Fische, verpennte Bisse) hinter mir gelassen und konnte gestern Abend den ersten (äusserst sensibel beissenden) kleinen Gelben ans Ufer bringen. Nach einem schnellen Bild entschwamm er fröhlich - der Erste in jedem Jahr
wird traditionell entlassen.
Nach einem unerwarteten Anfall von Flexibilität hatte ich zur Kenntnis genommen, daß heuer eben nicht läuft, was voriges Jahr zur gleichen Zeit sehr gut lief (Einzeltigernuss, Hartmaiskörner - sogar am stiffen Rig) und baute um auf feinste Vorfächer und Minipellets am verstellbaren Haar.
Und nachdem ich kaum füttere und keine Lebendköder verwende, kommts vor allem auf die Platzwahl an - eben wann die Fische wo stehen bzw. ziehen, was für mich einen guten Teil der Faszination eines Gewässers ausmacht.
Alles ist gut.